Schwein im Stall
Mannebeck - Breinuckel- Füttern ohne Trog Abruffütterung ohne Trog
Mannebeck - Breinuckel- Füttern ohne Trog, FITMIX- Breinuckel
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Breinuckel- Füttern ohne Trog

Breinuckel- Füttern ohne Trog
(Auszug aus dlz 1/2005)

Zwei junge Landwirte aus Rheinland-Pfalz haben ihren Betrieb von 25 Sauen auf Stroh auf 480 Sauen vergrößert und setzen dabei sowohl auf Tiergerechtigkeit und Wohlbefinden als auch auf hohe Arbeitsproduktivität und Wirtschaftlichkeit. Aus diesem Grund entschlossen sich die beiden für eine Gruppenhaltung mit Breinuckel-Fütterung im Wartestall.
Das System hat die Landwirte von Anfang an überzeugt, da es mit wenig technischem Aufwand eine tierindividuelle Fütterung ermöglicht.
Im Wartestall teilen sich 55 Sauen bei einem Platzangebot von 2,5 m² drei Breinuckel.
Neben der Fütterung war der geringe Platzbedarf ein ausschlaggebendes Argument für den Breinuckel.
Die Breinuckel sind direkt am Versorgungsgang aufgestellt, so dass eine optimale Tierkontrolle möglich ist.
Nähert sich eine Sau mit Futteranspruch, so wird sie zunächst erkannt und eine Klappe wird freigegeben. Die Sau nimmt dann das Futterrohr ins Maul und schiebt einen Pendel zurück. Dadurch wird der Fütterungsvorgang gestartet und das angefeuchtete Futter wird per Schnecke ins Maul der Sau befördert.
Wird die Sau verdrängt, so stoppt der Futtervorgang und die Klappe verschließt sich sofort. Die andere Sau bekommt somit kein Futter und geht leer aus.
Erst nach einiger Zeit ist der Nuckel wieder freigeschaltet.
Da die Sauen das schnell lernen, herrscht rund um die Station und in der Gruppe viel Ruhe.
Um dennoch Rangeleien and den Stationen zu vermeiden, ist der Wartebereich vor den Stationen recht großzügig dimensioniert. Zudem stehen die Stationen rund drei Meter voneinander entfernt.
Die geschickte Aufteilung in Freß,-Liege- und Aktivitätszone sorgt dafür, dass die Sauen sich nicht gegenseitig stören und gleichzeitig für Bewegung, die den Sauen gut bekommt.
Durch diese Einteilung treten Rangkämpfe weitaus seltener auf, als allgemein angenommen wird.
"Der große Vorteil des Breinuckels besteht darin, dass jedes Tier mit dem System zurecht kommt und lernt, sich dort sein Futter zu holen", sagt Landwirt Müller. "Wir haben in den letzten 6 Jahren noch keine Sau gehabt, die nicht mit dem Breinuckel zurecht kam". Die Jungsauen stehen in eigenen Gruppen, in denen Breinuckel etwas anders eingestellt sind, so dass die Tiere einfacher ans Futter kommen und somit schneller ein Erfolgserlebnis haben.
Auf dem Betrieb wird mit festen Gruppen gearbeitet, um unnötige Unruhe in der Gruppe zu vermeiden. Müssen einzelne Tiere ausselektiert werden, so werden Sie beim Fressen mit einer Farbmarkierung auf dem Rücken gekennzeichnet.
Für die Landwirte ist klar, dass die Fütterung am Breinuckel mehr Aufmerksamkeit bei der Tierkontrolle erfordert, als in Systemen mit gleichzeitiger Fütterung aller Sauen. Wer mit dem Breinuckel nur Arbeitszeit einsparen will, ist schlecht beraten. Doch kommt die täglich zweimal durchgeführte Kontrolle den Sauen zugute. Die Tiere werden dazu aufgetrieben und es fallen Dinge auf, die bei einer Fütterung am Trog wahrscheinlich übersehen würden.
Außerdem macht der intensive Kontakt zu den Tieren auch den Umgang mit den Sauen einfacher. Zudem hilft auch der Computer mit Hilfe der täglichen Freßprotokolle bei der Tierkontrolle. Sauen die zu wenig Futter gefressen haben, sind im Protokoll deutlich gekennzeichnet
FAZIT:
Breinuckel ermöglichen eine tierindividuelle Fütterung im Wartestall ohne den technischen Aufwand einer Abrufstation. Die freie Bewegung der Tiere tut ihnen gut und durch die tierindividuelle Fütterung sind die Tiere in einer optimalen Kondition.

Neu: Besamungsportionen mit Barcode (gekürzt aus Eberkatalog der GFS 11/2004) schließen

Die Erfassung der Belegungen im Deckzentrum und die anschließende Eingabe dieser Daten in den Sauenplaner sind sehr zeitaufwendig. So kommt es vor, dass in einigen Betrieben die Ebernummern der jeweiligen Besamungseber nicht eingegeben werden, sondern alle KB-Eber unter einer Nummer registriert werden. Außerdem können bei der Eingabe der Numner schnell Tippfehler auftreten.
Mit Hilfer neuer Technik können Arbeitsaufwand und Fehlerquote erheblich reduziert werden. Die Firma Mannebeck hat ein Gerät zur mobilen Datenrfassung entwcikelt, welches neben vielen anderen Funktionen auch Barcodes und elektronische Ohrmarken lesen kann. Es handelt sich hierbei umd den MILAN MPX auf Palmbasis, der stallluft- und wasserdicht ist. Mit dem MILAN MPX könnte man Barcodes der Spermaportionen und gegebenenfalls die elektronischen Ohrmarken der Sauen einlesen. Somit kann die Dokumentation im Deckzentrum erheblich vereinfacht werden. Die GFS könnte jede Besamungsportion mit einem Barcode bedrucken. Die Sauenplaneranbieter müssten allerdings die entsprechende Software für die Anbindung an den jeweiligen Sauenplaner schaffen. Auf der Eurotier wird die GFS dieses System vorstellen.